Elsendorfer Heimatbuch vorgestellt
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„Mit der Herausgabe des Elsendorfer Heimatbuches wird eine große Lücke im Wissen um unsere bewegte Geschichte geschlossen“, so kommentierte Bürgermeister Matthäus Faltermeier die Vorstellung der Pfarr- und Gemeindechronik im Pfarrheim St. Isidor. Er gratulierte dem Autor, Franz Huber, „der fast neun Jahre in unendlicher Kleinarbeit Wissenswertes über die Geschichte der Gemeinde und der Pfarrei Elsendorf zusammengetragen hat und alles in einem wunderschönen Buch zusammengefasst hat“. Unter den geladenen Gästen war auch Landrat Dr. Hubert Faltermeier, der in seinem Grußwort die Bedeutung der Heimatforschung würdigte und dem Autor für sein großes ehrenamtliches Engagement dankte. |
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| 1. Bürgermeister Matthäus Faltermeier |
Landrat Dr. Hubert Faltermeier |
Buchautor Franz Huber |

Unter den geladenen Gästen war auch Landrat Dr. Hubert Faltermeier
Auf 480 Seiten erfährt der Leser viel Wissenswertes über die Gemeinde Elsendorf. Die Geschichte und die Geschehnisse der Vergangenheit wurden in verständlicher Form aufbereitet. Aufgelockert mit rund 900 Bildern wird die Entwicklung von Pfarrei und Gemeinde nachvollziehbar. Der Schwerpunkt der Forschungen lag auf dem Gebiet der alten Pfarrei Elsendorf, wozu früher auch Mallmersdorf, der Heimatort des Verfassers, gehörte.
Im ersten Teil des Buches wird eine
chronologische Darstellung der Ereignisse seit dem Jahre 887 gegeben. Man
erfährt von der Schenkung Ulrichs von Elsindorf an das Kloster Admont, eine
Benediktinerabtei in der Steiermark, zu der die Propstei Elsendorf von 1125 bis 1668 gehört hat. Über 500 Jahre
lang bildete sie eine kleine österreichische Enklave mitten im Bayernland. Es
waren stürmische Jahrhunderte, die von Notzeiten und zahlreichen Kriegen, aber
auch von großen festlichen Ereignissen geprägt waren. Weitere Themen sind zwei
Dorfbrände, bei denen auch drei Menschenleben zu beklagen waren, man erfährt
Geschichtliches über den Pandurenberg, über den langwierigen Pfarrkirchenbau,
über die Johanneskirche, den Palmesel, das alljährliche Hochwasser und warum
die oft verklärte, »gute alte Zeit« wohl nie existiert hat.
Weiter sind ausführliche Texte über die
Wallfahrtsorte St. Anton und Maria Brünnl zu finden, aufwändig illustriert mit
historischen Aufnahmen. Besonders über Maria Brünnl fand der Verfasser bisher
völlig unbekannte Berichte, die die Entstehung der Wallfahrt sehr genau
rekonstruieren lassen. Auch den Hofmarken Ratzenhofen und Horneck, wo früher
ebenfalls ein Schloss stand, sind ausführliche Kapitel gewidmet.
Durch Befragen älterer Gemeindebürger konnten zudem viele Ereignisse des 19. und 20. Jahrhunderts gesichert werden. Beispielsweise wusste der im vorigen Jahr verstorbene Adalbert Gallmaier noch von der Vorführung der allerersten »Hopfenbrockmaschine« im Schloss Ratzenhofen vor über hundert Jahren.
Das meiste Material sammelte der Autor im Staatsarchiv
Landshut, im Bayerischen Hauptstaatsarchiv München sowie im Bischöflichen
Zentralarchiv Regensburg. Bei insgesamt 51 Archivbesuchen versuchte er,
die Geheimnisse aus Elsendorfs Vergangenheit ans Licht zu bringen. Bei der
Durchsicht ganzer Berge verstaubter Akten, alter Briefe, Kataster und Bücher
sowie Aufzeichnungen der Elsendorfer Pfarrherren kamen viele, teils
überraschende Erkenntnisse zutage. Dank
der Archivalien im Stiftsarchiv Admont konnte die Geschichte der meisten
Hofstellen bis ins Jahr 1460 zurückverfolgt werden, einer Zeit, in der erst die
Familiennamen entstanden sind.
Die Chronik ist schließlich ergänzt um
Beiträge zur Geschichte der eingegliederten Altgemeinden Appersdorf und
Mitterstetten. Abgerundet wird die Dokumentation mit einem Bilderbogen der
letzten sechs Jahrzehnte.
In
seiner Rede dankte der Buchautor allen Helfern, die zum Gelingen des
Heimatbuches beitrugen. Einen kleinen Einblick in die Entstehung des Werkes
konnten die Gäste bei einer Diashow gewinnen, sowie einer kleinen Ausstellung
mit alten Bildern, Urkunden und Zeichnungen. "Über jedes einzelne Bild
könnte ich eine Geschichte erzählen", sagte Huber. So kam es, dass ein
lange gesuchtes Hofbild erst über den Umweg über Australien in die Chronik kam.

Ausstellung
mit alten Bildern, Urkunden und Zeichnungen
Das
gelungene Werk kann bei der Sparkasse und der Raiffeisenbank Elsendorf und
Train, im Kaufhaus Lonati, in der VG Mainburg, im Pfarramt Elsendorf, beim 1.
Bürgermeister Faltermeier sowie bei der Metzgerei Fritsch in Train zum Preis
von 23 Euro erworben werden.
©2003 Text: Hofbauer/Huber Bilder: Biebl