Ausflug
der Gemeinde nach Admont in der Steiermark:
Gemeinde Elsendorf erforscht seine
Vorgeschichte
Elsendorf. Eine Gruppe von 50 Gemeindebürgern
machte sich auf den Weg nach Admont in der Steiermark, um etwas über die Vorgeschichte
von Elsendorf zu erfahren. Nach Anreise über die Autobahn Passau – Wels und
einem ausgiebigen Weißwurstfrühstück war das Ziel, das Benediktinerstift
Admont, bald erreicht.
Eine
fachkundige Führerin begleitete die Gruppe durch die größte Klosterbibliothek
der Welt, die rund 210 000 Bücher und Urkunden beherbergt, darunter auch jene,
die nachweisen, dass Elsendorf von 1125 bis 1668, also insgesamt 643 Jahre zum
Eigentum des Klosters gehörte. Dr. Tomaschek, der
Leiter des Archivs, konnte den Teilnehmern viele Originalurkunden aus dieser
Zeit vorlegen. So sind zum Beispiel im so genannten „Urbarium des Ambts Elsendorff“ aus dem Jahr
1540 die Abgabenlasten der damaligen Hofstellen exakt aufgezeichnet.
Der
Archivar nannte als Beispiel die Abgaben eines Elsendorfer Bauern in Höhe von
482 Pfennige, fünf Schäffl Weizen und vier Schäffl Roggen und erläuterte, dass damals der Gegenwert
von einem Pfennig etwa 20 Eier betrug. Den Teilnehmern wurden noch weitere
Schriften über den Werdegang Elsendorfs gezeigt. Ein Rundgang durch das
angegliederte Museum bildete den Abschluss dieses höchst interessanten
Programmpunktes.
Weiter
ging es mit Bus durch den im Jahr 2003 eröffneten Nationalpark „Gesäuse“, einer von sechs österreichischen Nationalparks.
Bei der Panoramarundfahrt durch dieses imposante Bergmassiv mit dem im
schönsten Herbstlaub gezierten Wald erläuterte die Nationalpark-Rangerin
alles Wissenswerte zur Entstehung und Erhaltung des Parks. Station machte man
im Bergsteigerfriedhof in Johnsbach und beim
„Weidendom“, dem größten lebenden Bau(m)werk Österreichs.
Den Abend
verbrachte man in geselliger Runde auf Schloss Röthelstein,
der ehemaligen
Sommerresidenz
der Admonter Äbte. Der Sonntag begann mit der
Mitfeier des Gottesdienstes in der Stiftskirche von Admont. Anschließend
besuchte man die auf einem Hügel im Ennstal gelegene,
weithin sichtbare, sehr schöne Wallfahrtskirche Frauenberg.
Letzter
Programmpunkt war die Besichtigung der auf hohem Fels erbauten Burg Strechau, eine der größten Burganlagen der Steiermark. Die
zum Teil noch in Privatbesitz befindliche Burg wird auch gerne für Hochzeiten
und Feierlichkeiten angemietet. Der Schwerpunkt des Interesses verlagerte sich
schnell auf die sich ebenfalls in der Burg stattfindenden Oldtimerausstellung. Manche
Erinnerungen aus früherer Zeit wurden bei der Besichtigung vieler alter Modelle
der Marken Steyr, Puch, Fiat, Renault, Jaguar, BWM,
Opel etc. wieder wach.
Ein
interessantes und lehrreiches Wochenende ging zu Ende und zufrieden und gut
gelaunt trat man die Heimreise an.
14.11.2006
Bericht: Adolf Lindner / Georg
Hofbauer
Fotos: Adolf Eiter










